Webdesign für Anwälte & Kanzleien
Wer einen Anwalt sucht, hat ein Problem und wenig Zeit. Er sucht nicht nach einer Kanzlei, sondern nach jemandem, der genau diesen Fall schon hundertmal hatte.
Die Mandatsanbahnung hat sich verschoben. Empfehlung ist weiterhin stark, aber der erste Weg ist die Suchmaschine – und dort wird nicht nach „Rechtsanwalt Leipzig" gesucht, sondern nach „Kündigung erhalten was tun", „Abfindung Höhe berechnen", „Anwalt Verkehrsunfall Chemnitz".
Das ist die zentrale Erkenntnis für eine Anwaltswebsite: Der Mandant sucht nach seinem Problem, nicht nach Ihrer Berufsbezeichnung. Eine Kanzleiseite, die nur Rechtsgebiete auflistet, trifft diese Suche nicht. Eine, die die typischen Fallkonstellationen beschreibt, trifft sie genau.
Dazu kommt der Vertrauensaspekt. Ein Mandat ist eine Entscheidung unter Druck, oft mit erheblichen Beträgen dahinter. Der Interessent prüft: Ist das ein Fachanwalt? Wie lange macht er das? Was kostet die Erstberatung? Antworten auf diese drei Fragen entscheiden über den Anruf.
Was wir bei Anwälten und Kanzleien immer wieder finden
Kein Vorwurf – das sind die typischen Befunde aus unseren Analysen. Meistens sind es zwei bis drei davon gleichzeitig.
Rechtsgebiete als Liste, Fälle als Leerstelle
„Arbeitsrecht, Familienrecht, Verkehrsrecht, Mietrecht" – vier Wörter, vier verpasste Chancen. Kein Interessent sucht nach „Arbeitsrecht". Er sucht nach „Aufhebungsvertrag unterschreiben oder nicht". Zwischen beidem liegt die gesamte Sichtbarkeit einer Kanzlei.
Die Kostenfrage bleibt unbeantwortet
Die Angst vor unkalkulierbaren Anwaltskosten ist der häufigste Grund, nicht anzurufen. Eine Seite, die RVG-Logik, Erstberatungsgebühr und den Umgang mit Rechtsschutzversicherungen erklärt, senkt diese Hürde messbar – und ist berufsrechtlich völlig unproblematisch.
Fachanwaltstitel versteckt
Ein Fachanwaltstitel ist ein hartes Qualitätssignal mit nachgewiesenen Fallzahlen dahinter. Auf vielen Seiten steht er klein im Lebenslauf statt groß neben dem Rechtsgebiet, für das er gilt.
Seiten, die aussehen wie das Rechtsgebiet
Dunkelblau, Säulen, Justitia, Paragrafenzeichen als Hintergrundmuster. Das war 2008 der Standard und signalisiert heute vor allem eines: dass die Seite seit 2008 nicht angefasst wurde.
Wonach Ihre Kunden tatsächlich suchen
Nicht nach Ihrem Firmennamen. Nach ihrem Problem – und fast immer mit Ortsbezug.
Was eine Website für Anwälte & Kanzleien leisten muss
Keine Wunschliste – das ist der Mindestumfang, ab dem eine Seite in dieser Branche wirtschaftlich etwas bringt.
Fallseiten statt Rechtsgebietslisten
Nicht „Arbeitsrecht", sondern „Kündigung erhalten", „Aufhebungsvertrag prüfen", „Abfindung verhandeln". Jede Fallkonstellation eine eigene Seite mit Ablauf, Fristen und Kosten.
Fristen prominent
Drei Wochen für die Kündigungsschutzklage, zwei Wochen bei der fristlosen Kündigung. Wer die Frist nennt, erzeugt genau die Dringlichkeit, die zum Anruf führt – und hilft dem Mandanten tatsächlich.
Kosten transparent erklärt
Erstberatungsgebühr, RVG-Grundlagen, Rechtsschutzdeckung, Vergütungsvereinbarung. Kein Preisschild, aber eine nachvollziehbare Logik.
Fachanwaltstitel neben dem Rechtsgebiet
Nicht im Lebenslauf vergraben, sondern dort, wo der Mandant nach diesem Rechtsgebiet sucht.
Erreichbarkeit und Reaktionszeit
Wann wird zurückgerufen, gibt es eine Notfallnummer, wie schnell kommt ein Termin. Bei Fristsachen ist das die entscheidende Information.
Sichere Kontaktwege
Mandatsanbahnung fällt unter die Verschwiegenheitspflicht. Verschlüsselte Übertragung und ein Hinweis, welche Informationen im ersten Schritt nötig sind.
Wie Anwälte & Kanzleien in KI-Antworten vorkommen
Rechtsfragen gehören zu den häufigsten Anfragen an KI-Systeme überhaupt. Die Antwort endet fast immer mit dem Hinweis, einen Anwalt zu konsultieren – die Frage ist, ob dabei Ihr Name fällt.
Präzise Antworten auf Standardfragen
„Wie lange habe ich Zeit für eine Kündigungsschutzklage?" – drei Wochen ab Zugang, § 4 KSchG. Ein Absatz, der die Frage mit Norm und Frist beantwortet, ist genau das Material, das zitiert wird.
Rechtsstand und Aktualität
Rechtsinhalte veralten mit jeder Reform. Ein ausgewiesenes Stand-Datum und gepflegte Beiträge sind Voraussetzung dafür, dass ein System die Quelle als verlässlich einstuft.
Regionaler Bezug im Text
Zuständiges Arbeitsgericht, örtliche Besonderheiten, Gerichtsstandorte in Sachsen. Das verankert die Kanzlei sowohl thematisch als auch geografisch.
Klare Abgrenzung zur Rechtsberatung
Ein sichtbarer Hinweis, dass allgemeine Information keine Beratung im Einzelfall ersetzt, ist rechtlich geboten – und wird von KI-Systemen als Seriositätssignal gelesen.
Eigene Website oder Plattform?
Die ehrliche Antwort lautet in den meisten Fällen: beides, aber mit klarer Rollenverteilung. Hier die Vor- und Nachteile ohne Beschönigung.
Anwaltsportale und Vermittlungsdienste (anwalt.de, advocado und ähnliche)
Dafür
- Sofortige Sichtbarkeit in einem stark optimierten Umfeld
- Bewertungssystem und Profil ohne eigenen Aufwand
- Planbare monatliche Kosten
Dagegen
- Laufende Gebühren, häufig mit Mindestlaufzeit
- Das Portal rankt für die Begriffe, nicht die Kanzlei – die Sichtbarkeit ist gemietet
- Preisvergleich mit direkter Konkurrenz auf derselben Seite
- Kündigt man, ist die gesamte Sichtbarkeit sofort weg
Eigene Website
Dafür
- Aufgebaute Rankings bleiben der Kanzlei
- Fallkonstellationen und Fachanwaltstitel darstellbar
- Kein direkter Preisvergleich im selben Sichtfeld
- Einmalige Investition statt dauerhafter Miete
Dagegen
- Rechtsgebietsseiten müssen fachlich erstellt und aktualisiert werden
- Sichtbarkeit für umkämpfte Begriffe braucht Geduld
- Bewertungen müssen aktiv eingeholt werden
Rechtliche Anforderungen für Anwälte & Kanzleien
Diese Punkte sind branchenspezifisch und werden regelmäßig übersehen. Keine Rechtsberatung – aber die Liste, die wir bei jedem Projekt abarbeiten.
Berufsrecht (BRAO, BORA)
Werbung ist erlaubt, soweit sie sachlich über die berufliche Tätigkeit unterrichtet. Unzulässig sind Erfolgsversprechen und Werbung um ein konkretes Mandat im Einzelfall.
Fachanwaltsbezeichnungen
Nur wer den Titel führen darf, darf ihn nennen. Formulierungen wie „Spezialist für Arbeitsrecht" ohne Titel sind ein klassischer Abmahngrund.
Impressumspflicht mit Zusatzangaben
Kammer, Berufsbezeichnung mit verleihendem Staat, berufsrechtliche Regelungen mit Fundstelle sowie Angaben zur Berufshaftpflichtversicherung.
Verschwiegenheit im Kontaktformular
Schon die Anbahnung ist geschützt. Unverschlüsselte Formulare und E-Mail-Weiterleitungen über Drittanbieter sind hier ein echtes Risiko, kein Formalismus.
Dauer und Kosten
Zeitrahmen
4–6 Wochen, abhängig davon, wie schnell die Fallseiten fachlich freigegeben werden.
Investition
Anwaltswebsites mit ausgearbeiteten Rechtsgebiets- und Fallseiten liegen zwischen 2.000 € und 3.500 €. Bei mehreren Berufsträgern mit eigenen Schwerpunkten entsprechend mehr.
Häufige Fragen von Anwälten und Kanzleien
Was darf ich auf meiner Kanzleiseite werblich sagen?
Sie dürfen sachlich über Ihre Tätigkeit, Ihre Schwerpunkte, Ihre Qualifikation und Ihre Arbeitsweise informieren. Sie dürfen Fallbeispiele anonymisiert schildern und Ihre Gebührenlogik erklären. Nicht erlaubt sind Erfolgsversprechen, reißerische Werbung und die gezielte Werbung um ein konkretes Einzelmandat.
Darf ich Erfolgsquoten oder gewonnene Verfahren nennen?
Hier ist Vorsicht geboten. Nüchterne, belegbare Angaben zur Erfahrung – etwa die Zahl bearbeiteter Verfahren in einem Rechtsgebiet – sind vertretbar. Erfolgsquoten kommen einem Erfolgsversprechen sehr nahe und sind berufsrechtlich riskant. Wir formulieren solche Passagen bewusst zurückhaltend.
Muss ich Preise nennen?
Müssen nicht, sollten aber die Logik erklären. Die Erstberatungsgebühr ist gedeckelt, der Rest richtet sich nach Gegenstandswert oder Vereinbarung. Wer das transparent darstellt, bekommt mehr Anrufe – die Kostenangst ist die größte Hürde vor der Kontaktaufnahme.
Lohnen sich Rechtsgebietsseiten wirklich?
Sie sind der Kern. Eine Kanzleiseite ohne ausgearbeitete Rechtsgebiets- und Fallseiten rankt praktisch nur auf den Kanzleinamen. Mit ihnen wird sie für die Suchanfragen sichtbar, bei denen tatsächlich jemand einen Anwalt braucht.
Was kostet eine Anwaltswebsite?
Zwischen 2.000 € und 3.500 € für eine Kanzlei mit mehreren ausgearbeiteten Rechtsgebieten. Laufende Betreuung 49 € im Monat. Fortlaufende Fachbeiträge rechnen wir separat, wenn sie gewünscht sind.
Wie gehe ich mit KI-generierten Rechtstexten um?
Nicht ungeprüft übernehmen. Eine Kanzleiseite haftet für ihre Inhalte, und fehlerhafte Rechtsauskünfte sind berufsrechtlich und haftungsrechtlich ein Problem. Wir liefern strukturierte Entwürfe, die fachliche Prüfung und Freigabe bleibt beim Berufsträger.
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